Die Kaukasische Biene

Apis mellifera caucasica

Fotos der Caucasica mit freundlicher Genehmigung aus www.pozytki.pl.

Diese Biene aus den Tieflagen des zentralen Kaukasus-Gebirges am Ostrande des Schwarzen Meeres hat ebenfalls zeitweilig eine größere Verbreitung gefunden, insbesondere in den USA, Osteuropa und in Russland. Dort wird sie wegen Ihrer Sanftmut und der außergewöhnlichen Rüssellänge gelobt. Obwohl auf den ersten Blick der Carnica recht ähnlich, gehört die Caucasica jedoch in den Kreis der Orientalischen Gruppe, ist also nahe mit der Anatolischen und der Zyprischen Biene verwandt. Äußerlich ist die Caucasica eine mittelgroße, schlanke, sehr graue Biene (im Gegensatz zur eher sandgrauen Carnica fällt bei der Caucasica das eher bleifarbene Grau auf) mit eindeutig niedrigem Cubitalindex. Die Brustbehaarung der Drohnen ist auffallend schwarz, was sie auf den ersten Blick von der Carnica abhebt. Einzelne Bienen zeigen gelbe Ecken und Ringe auf dem Hinterleib.

In Deutschland spielt die Zucht der Kaukasischen Biene gar keine Rolle. Gelegentlich werden Königinnen russischer Herkunft angeboten, jedoch findet Zuchtarbeit an dieser Biene in Deutschland nicht statt. Im Nachbarland Polen ist dies bereits anders: hier werden seit vielen Jahrzehnten unterschiedlichste Herkünfte der Caucasica selektiert, die dann hauptsächlich in der Kreuzungszucht mit anderen Bienen, insbesondere der Mellifera und der Carnica, Verwendung finden.

Die Heimat der Kaukasischen Biene lässt sich schon als warmgemäßigt bezeichnen, da die Winter nicht sehr streng und die Sommer warm, feucht und fruchtbar sind. Dementsprechend kommt die Caucasica in ähnlichen milden Klimata gut zurecht. Sie zeigt dann eine zügige Volksentwicklung bei großer Fruchtbarkeit und gleichzeitig schwachem Schwarmtrieb. Auffallend ist ihr starker Hang zur brutnahen Honiglagerung und die Neigung, den Innenraum des Stockes und auch den Fluglochbereich zu verkitten. In kalten Gegenden hat diese Biene aufgrund ihrer mangelnden Robustheit Schwierigkeiten, über die Runden zu kommen. Hier zeigt sich dann ihre hohe Nosema-, Virus- und auch Varroaanfälligkeit. Dennoch wird sie in vielen Ländern Osteuropas (z. B. in Polen, Russland) bis heute gezüchtet und angeboten, insbesondere zum Zwecke der Kreuzungszucht mit der Carnica und der Dunklen Biene! Berühmt wurde diese Biene durch ihren langen Rüssel von bis zu 7,20 millimetern!

Hier der Steckbrief der Caucasica:

  • sanft
  • schwarmträge
  • kittet viel
  • geeignet für warme Klimata
  • in Europa krankheitsanfällig
  • langer Rüssel

Züchter der Kaukasischen Biene in ihrer Heimat finden Sie hier:

http://www.beekeeping.com/georgian-queens/index.htm

http://www.macahel.com.tr/eng/queenbeeorders.htm

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