Betriebsweise Dunkle Biene

Kategorie: Die Dunkle Biene Apis mellifera mellifera Veröffentlicht am Donnerstag, 02. Dezember 2010 Drucken E-Mail

Betriebsweise

Völkerführung und Arbeitsweise bei der Dunklen Biene

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Die Betriebsweise einer jeden Imkerei bezeichnet die Art, den Völkerbestand durch den Jahresablauf zu führen. Sie ist eng geknüpft an die örtlichen klimatischen Verhältnisse, an den Trachtverlauf, an die Beute, mit der geimkert wird, und nicht zuletzt auch an die gehaltene Biene. In der Imkerei Nordbiene wird Wert gelegt auf eine möglichst einfache, artgerechte, wesensgemäße Völkerführung ohne überflüssige Künsteleien und Gerätschaften. Oberstes Prinzip ist dabei folgendes: "Der Bien muss wollen können!" Folgende Bedingungen erscheinen uns hierbei besonders wichtig: - dem Bien muss ausreichend Raum für die Entfaltung zur Verfügung stehen - Holz erscheint uns für die Bienenwohnung am sympatischsten - auf genügend Futtervorräte ist stets zu achten - die Völker sind so wenig wie möglich zu stören - jedes imkerliche Handeln orientiert sich an der natürlichen Entwicklung des Bienenvolkes - Varroabehandlung nur mit effektiven und weitgehend Bienen schonenden Mitteln - ...

Wir arbeiten mit der US-Dadantbeute (12-Waben-Brutraum) aus Holz, die wir von der Firma Bienenweber beziehen und bestens empfehlen können. Ebenso gut geeignet sind Dadant-Beuten von der Firma Holtermann und Imkereitechnik Wagner. Das Dadantmaß besitzt das größte aller Rähmchenmaße; die große Wabenfläche des Brutraumes erlaubt eine einräumige Überwinterung der Völker, ohne dass die Königin im Frühjahr in ihrer Bruttätigkeit behindert wird, was bei kleineren Maßen wie Normalmaß oder Langstroth in einräumiger Überwinterung der Fall wäre. Aus diesem Grunde werden Absperrgitter nicht verwendet. Das Dadantmaß ist weltweit bekannt und genormt (bitte nicht verwechseln mit dem französischen "Dadant-Blatt", welches andere Maße besitzt!).

Eine Frühjahrsdurchsicht der Völker findet grundsätzlich nicht statt. Die Fluglochbeobachtung, ein Blick durch die Abdeckfolie und das Ziehen der Einlage des hohen Unterbodens geben uns genügend Rückschlüsse auf den Zustand der Völker. Sobald die erste Nektartracht einsetzt und die ersten nennenswerten Mengen an Jungbienen schlüpfen (ca. mit Einsetzen der Löwenzahnblüte) erfolgt die Erweiterung der Völker mit Mittelwänden, Leerrähmchen und auch ausgebauten Waben. Eine einmalige Entnahme von Brutwaben zum Zwecke der Königinnenzucht erfolgt nach Ende der Apfelblüte, je nach Schwarmbereitschaft der Völker. Weitere Schwarmverhinderungsmaßnahmen finden nicht statt. Die Dunkle Biene ist schwarmträge, so dass die allermeisten Völker nicht in Schwarmstimmung geraten. Sollte dennoch das eine oder andere Volk schwärmen wollen, wird der Schwarm gern genommen. Sehr wichtig ist die Gabe von Leerrähmchen für die massenhafte Aufzucht der Drohnen (mindestens 4 pro Zarge). Drohnenschneiden wird nicht durchgeführt, denn wir wollen ja so viele Dunkle Drohnen wie möglich erzeugen. Außerdem würde das Drohnenschneiden eine Auslese der Varroa in Richtung Arbeiterinnenbefall fördern. So sind in unseren Völkern stets sehr viele reine Dunkle Drohnen vorhanden, was sich positiv auf unsere standbegatteten Königinnen auswirkt. Viele von ihnen werden auf diese Weise bis zu 90% reinbegattet.

Wird fortgesetzt...

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