Nigra Flügeluntersuchung Säntis-Soland

Kategorie: Die Dunkle Biene Apis mellifera mellifera Veröffentlicht am Samstag, 11. Mai 2013 Geschrieben von Super User Drucken E-Mail

Flügeluntersuchung: Schweizer Nigra Probe 4

Probennummer: BL 7/13

Messung 1

  

Eine weitere Probe der Schweizer Nigra kam heute zur Untersuchung. Die Reinzucht-Königin stammt aus 2012 und wurde auf der Reinzucht-Hochgebirgsbelegstelle Säntis in der Schweiz begattet, Züchter Soland, Zuchtverein Dunkle Biene Schweiz. Die Bienen der Probe wurden von der Wabe abgesammelt und zunächst eingefroren. Zur Untersuchung kamen 29 Flügel. Die Ergebnisse stellen sich im einzelnen wie folgt dar:

Korrelationen

Discoidalverschiebung / Cubitalindex: 24% aller Flügel liegen im Mellifera-Bereich

Discoidalverschiebung / Hantelindex: 38% aller Flügel liegen im Mellifera-Bereich

Hantelindex / Cubitalindex: 34% aller Flügel liegen im Mellifera-Bereich.

Gesamtergebnis

Insgesamt betrachtet liegen, wenn man alle Werte zusammennimmt, nur 21% aller untersuchten Flügel im Standardbereich der für Mellifera zulässigen Werte. Damit bestätigt sich auch in dieser vierten Nigra-Probe die Erkenntnis Prof. Ruttners, dass es sich bei der Schweizer Nigra um eine Biene mit deutlichen Hybrideinflüssen der Carnica handelt. Die Ergebnisse der Untersuchung sind denen der vorherigen Proben sehr ähnlich.

Messung 2

   

In einer zweiten Messung einer weiteren mir zugesandten Probe derselben Königin konnte das Ergebnis bestätigt werden:

Korrelationen

Discoidalverschiebung / Cubitalindex: 22% aller Flügel liegen im Mellifera-Bereich

Discoidalverschiebung / Hantelindex: 37% aller Flügel liegen im Mellifera-Bereich

Hantelindex / Cubitalindex: 37% aller Flügel liegen im Mellifera-Bereich.

Insgesamt liegt in dieser zweiten Messung ein erwartungsgemäß identisches Gesamtergebnis vor: nur 22% liegen im Standardbereich der für die unvermischte Dunkle Biene zulässigen Werte. Auf den ersten Blick handelt es sich um eine recht "dunkle" Biene mit schwarzem Chitinpanzer und schmalen Filzbinden, aber die Flügelergebnisse zeigen eine eindeutige Hybridisierung. 

 

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