Flügeluntersuchung Salzburger Alpenland

Kategorie: Die Dunkle Biene Apis mellifera mellifera Veröffentlicht am Samstag, 28. September 2013 Geschrieben von Super User Drucken E-Mail

Flügeluntersuchung: Salzburger Alpenland 2. Probe

Probennummer: BL 9/13

    

Eine zweite Probe der Österreichischen Dunklen Biene "Salzburger Alpenland" kam heute zur Untersuchung mit dem Ziel der Feststellung des Hybridisierungsgrades. Die Reinzucht-Königin stammt aus 2012 vom Züchter Alois Reiter des "Austrian Mellifera Zuchtverbandes" und wurde auf der Belegstelle Schüttachgraben bei St. Martin im Pongau rein begattet. Zur Untersuchung kamen 39 Flügel einer Zufallsauswahl aus einer weit größeren Probe. Die Bienen wurden wieder von der Wabe abgesammelt und anschließend tiefgefroren.

Auffällig waren das durchweg "dunkle" Erscheinungsbild der Arbeiterinnen und der auf den ersten Blick erkennbare niedrige Cubitalindex.

Die Ergebnisse stellen sich im einzelnen wie folgt dar:

Korrelationen

Discoidalverschiebung / Cubitalindex: 56% aller Flügel liegen im Mellifera-Bereich

Discoidalverschiebung / Hantelindex: 59% aller Flügel liegen im Mellifera-Bereich

Hantelindex / Cubitalindex: 90% aller Flügel liegen im Mellifera-Bereich.

Gesamtergebnis

Insgesamt betrachtet liegen, wenn man alle Werte zusammennimmt, 56% aller untersuchten Flügel im Standardbereich der für Mellifera zulässigen Werte. Auffällig ist bei dieser Probe der durchgängig sehr niedrige Cubitalindex: nur 2 Flügel lagen gerade am oberen Rand der Toleranzgrenze. Dies mag auf eine lange Auslese hin zum Zuchtziel Niedriger Cubitalindex liegen; es zeigt aber auch, dass der Cubitalindex allein zur Feststellung von Hybrideinflüssen nicht ausreicht.

Damit erhärtet sich wie schon in der vorigen Probe die bisherige Beobachtung, dass die Salzburger Alpenland keine unvermischte Dunkle Biene mehr darstellt, sondern eine Hybridbiene mit Carnica-Einflüssen.

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